Stuttgart 18. - 20. März 2005

Am Freitagmorgen, den 18.03.2005,  gegen 07.00 Uhr, trafen wir uns auf dem Parkplatz am Stadion. Der Bus war rechtzeitig da, so dass wir pünktlich um 08.00 Uhr unsere Fahrt nach Stuttgart antreten konnten. Unser Busfahrer war diesmal wieder Karlheinz.

Nach einer relativ kurzen Fahrt fuhren wir um die Mittagszeit am Telekom-Hotel vor. Leider waren einige Zimmer noch nicht gerichtet und so setzten wir uns in den schönen Innenhof und ließen es uns gut gehen. Dort gab es ein kleines Lokal, das uns gut bewirtete. Nachdem dann gegen 13.00 Uhr unsere Zimmer bezugsfertig waren, suchte jeder seine Unterkunft auf. Leider gab es da ein paar kleine Problemchen. In Sandras und Annes Zimmer war das Beistellbett kaputt. Man richtete dort das Bett her, obwohl am Rost 2 Querlatten fehlten. Zum Glück wurde das noch vor dem Schlafengehen bemerkt, sonst hätte es in der Nacht eine böse Überraschung gegeben.

In Monikas-Zimmer hatte sich die Toilettenspülung im wahrsten Sinne des Wortes für „fließendes Wasser“ entschieden. Das heißt, man konnte sie nicht mehr abstellen. Monika musste ein anderes Zimmer beziehen.

Aber nach anfänglichen Hürden, war doch jeder einigermaßen zufrieden.

So gegen 14.30 Uhr trafen wir uns wieder am Bus. Es sollte zu einer kleinen Stadtrundfahrt und anschließend zu einem Stadtbummel gestartet werden. Eugen erklärte sich bereit, uns Stuttgart ein wenig näher zu bringen, indem er uns souverän über Stuttgarts Höhen in die Innenstadt lotste. In der Innenstadt konnte sich jeder verweilen wie er wollte. Die einen nutzten eine fachkundige Führung von Eugen durch die Stadt, einige jedoch bummelten alleine.

Hier gibt es noch etwas Lustiges zu berichten:

Als wir so an den Schaufenstern vorbeibummelten, kam von Monika ein lauter Schrei. Alle waren zuerst erschrocken, auch Passanten schauten uns an. Monika sah in einem Schaufenster einen riesigen Schokoladenosterhasen. Den hätte sie gerne gehabt. Bemerken möchte ich jetzt, als wir wieder an diesem Schaufenster später vorbeiliefen, war der Hase nicht mehr da. Es bleibt wohl ihr Geheimnis, wie sie diesen unbemerkt in den Bus brachte.

Am späten Nachmittag starteten wir zur Weiterfahrt in die Neckartalwerkstätten wo wir zum Abendessen erwartet wurden.

Wir wurden dort herzlich empfangen und fürstlich bedient. Die Verantwortlichen aus Stuttgart gaben sich unheimlich viel Mühe, mit der Organisation. Wir bekamen ein schmackhaftes Essen und Getränke was das Herz begehrte. Es war schon sehr beeindruckend, was für uns aufgeboten wurde.

Jeder von uns bekam sogar noch ein kleines Geschenk in Form eines kleinen Kalenders und eines Duftbüchleins. Es war ein gelungener Abend der sich noch im VIP-Raum unseres Hotels dann fortsetzte. Allerdings passierte Edwin vorher noch ein kleines Malheur. Beim Rangieren nahm Edwin Kontakt mit einem großen Blumenkübel auf, der daraufhin kaputt ging. Es wurde ein Schaden von 209,09 €, den die Hotelleitung Edwin in Rechnung stellte. Letztendlich wurde der Schaden aber von der Versicherung übernommen. Dieser Zwischenfall tat unserer guten Laune jedoch keinen Abbruch und so hielten wir, gestärkt mit Rotwein und Chips, die uns unsere Freunde aus Stuttgart mitgaben, es sehr lange, die Letzten sogar bis 2.30 Uhr, aus.

Am nächsten Morgen waren trotzdem alle pünktlich beim Frühstück. Am Morgen stand das Daimler-Museum auf dem Plan. Um 8.30 Uhr fuhr unser Bus los und pünktlich um 9.00 Uhr sind wir am Daimler-Museum  vorgefahren. Wir wurden dort erwartet und so konnten wir mit unserem Bus direkt vor den Eingang beim Museum fahren. Im Museum drinnen bekam jeder einen Kopfhörer über den er dann Informationen über die einzelnen Autos erfahren konnte. Wir fuhren alle mit dem Aufzug in den 3.Stock und so konnten auch alle Rollstuhlfahrer bequem alle Modelle anschauen. Nach unten führte ein breiter Gang, der für die Rollis gut zu befahren war.

Anschließend fuhren wir zum Wahrzeichen von Stuttgart, nämlich zum Fernsehturm. Leider gab es auf der Plattform des Fernsehturmes keine Aussicht für die Rollstuhlfahrer, da die Mauer zu hoch war zum drüber schauen. Wir stärkten uns dann in der Turm-Gaststätte. Später wurde beratschlagt, was wir jetzt noch unternehmen könnten. Man entschloss sich jetzt doch noch das Porsche-Museum zu besuchen. Leider waren nicht alle damit einverstanden, aber nach Abstimmung war die Mehrheit für das Porschemuseum. Im Gegensatz zum Daimler-Museum war diese Ausstellung eher bescheiden. Dieser Besuch lohnte sich eigentlich nicht wirklich. Man sollte aber erwähnen, dass uns bei beiden Museums-Besuchen keine Eintrittskosten entstanden sind. Unsere Fahrt führte uns dann weiter Richtung Innenstadt und so konnten einige sich doch noch mal ins Geschäftsleben stürzen, andere besuchten einen großen Flohmarkt wo der eine oder andere eine Rarität gefunden hat.

Am Abend wurden wir in Untertürkheim in der Vereinsgaststätte Ailenbergblick erwartet. Wir konnten dort à la carte essen und uns die Bundesliga auf Großleinwand anschauen. Anschließend saßen wir noch mit dem Stuttgarter Rolliclub gemütlich zusammen. Im Hotel angekommen waren -wie immer- einige noch nicht müde und so wurde es für den einen eine kurze und die anderen eine lange Nacht.

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück fuhren wir dann zum Landtag. Dort wurden wird freundlich mit den Stuttgartern zusammen empfangen und wir erfuhren dort so einiges über das politische Geschehen. Versorgt wurden wir mit verschiedenen alkoholfreien Getränken. Man sagte uns, dass diesmal auch Bier zur Verfügung steht, da der Rollifanclub der Bayern bei ihrer Besichtigung dies bemängelte. Sie meinten, zu einer zünftigen Brotzeit gehört auch ein Bier. Man hatte diesmal mit Bedacht ausgewählt, denn das Bier kam aus Baden und der Wein aus Württemberg. Nach verschiedenen Ansprachen durften wir uns am Büfett bedienen. Auch der Nachtisch fehlte nicht. Zum Essen gesellte sich auch der Landtagspräsident Herr Straub. Gestärkt wurden wir dann in den Plenarsaal des Landtages geführt. Dort durfte sich jeder setzen wo er wollte; später wurde dann aufgeklärt auf wessen Stuhl man saß. Es fanden sich auch 2 Politiker von den Parteien CDU und SPD ein. Jetzt konnte gefragt werden, was man auf dem Herzen hatte. Diese Diskussion verlief sehr informativ. Anschließend konnte sich jeder mit Infomaterial eindecken.

Sehr gefreut haben wir uns, dass Herr Braun noch vorbeischaute und mit uns den Vormittag im Landtag verbrachte.

Unsere Fahrt führte uns dann zum Gottlieb-Daimler-Stadion. Schnell hatten wir unsere Plätze gefunden und wurden wieder reichlich mit Kaffee und Kuchen von unseren Stuttgarter Freunden versorgt. So verging die Zeit ganz schnell bis zum Spielbeginn. Leider konnten wir wieder nicht mit etwas „Zählbarem“ das Stadion verlassen. 

Nach dem Spiel verabschiedeten wir uns von unseren Freunden aus Stuttgart und traten die Heimreise an. So gegen 23.00 Uhr waren wir wieder in Freiburg.

Alle dankten auch wieder dem Busfahrer Karlheinz, für die souveräne Fahrt.

 

Vor dem Daimlermuseum
Vor dem Daimlermuseum
Netter Abend in den Neckartalwerkstätten
Netter Abend in den Neckartalwerkstätten
Besuch im Landtag
Besuch im Landtag